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Historie

Die Gründung des Beschussamtes in Ulm ist auf die Ansiedlung renommierter und weltbekannter Waffenhersteller aus dem Raum Thüringen, wie z.B. die Firmen Anschütz, Krieghoff, Walther sowie Röhm in Sontheim, als Ergebnis der Nachkriegsentwicklung zurückzuführen.

Die Vorschriften aus dem Jahre 1939, die zwingend vorsahen, dass Waffen nur anderen überlassen oder zum Schießen verwendet werden dürfen, wenn sie vorher geprüft wurden und das amtliche Zeichen tragen, hatten weiterhin Gültigkeit.

Die Forderung der Hersteller nach einer "Prüfstelle für Handfeuerwaffen", wurde mit der Errichtung des Beschussamtes Ulm als Rechtsnachfolger des bisherigen Beschuss-
amtes Oberndorf entsprochen, zumal Gebäude und Einrichtungen in Oberndorf bei Kriegsende zerstört waren und noch keine Produktion von Waffen in Oberndorf wieder möglich war.
Die Stadt Ulm erkannte, dass für die neu angesiedelte Industrie auch die notwendige Infrastruktur als Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Jagd- und Sportwaffen-
industrie geschaffen werden musste und unterstützte intensiv die Gründung des Beschussamtes.

Somit entstand 1952 in Ulm das erste Beschussamt in der Bundesrepublik. Die Obern-
dorfer Prüfzeichen (Geweihstange) für Waffen werden bis zum heutigen Tage in Ulm verwendet und stellen die Verbindung zur alten Tradition des ehemaligen Beschussamtes Oberndorf dar, welches neben Suhl und Zella-Mehlis von 1892 bis zum Kriegsende bestand.

Das Beschussamt in Ulm ist heute eine der modernsten Einrichtungen dieser Art mit allen sicherheitstechnischen Voraussetzungen und damit in der Lage, die vielfältigen und anspruchsvollen Prüfungen, Tests und Begutachtungen auf dem Gebiet der Waffen- und Munitionstechnik sowie im Bereich des Personen- und Objektschutzes durchzuführen.

In dem vom Bund deutscher Architekten und von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit dem Prädikat "Guter Bau" ausgezeichneten Gewerbebau im Industriegebiet Ulm-Jungingen finden 24 Beschäftigte, auf verschiedenen Ebenen, vielfach unterirdisch, modernste Prüfeinrichtungen, Labore, Schießkanäle, viel Messtechnik und Sicherheitseinrichtungen, optimale Arbeitsbedingungen für ihre Tätigkeiten vor.

Mit der Erweiterung des Beschussamtes wurde im Juni 2008 eine weitere qualitative Anpassung und Modernisierung der Prüf- und Messeinrichtungen an den Stand der Technik und Wissenschaft geschaffen. Durch den Anbau an das bestehende Gebäude konnte eine Optimierung der kunden-, mitarbeiter-, umwelt- und arbeitsschutzrelevanten Prozesse und Verfahren, sowie eine verkürzte Auftragsbearbeitung und Effizienzsteigerung durch angepasste organisatorische Abläufe erreicht werden.




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Die Standorte des Beschussamtes in Ulm von der Gründung bis Heute
Erweiterungsbau Juni 2008
 
Ulm-Jungingen ab 1988
 
Fort Unterer Eselsberg bis 1988
 
Donautal Ulm bis 1958