Jagd-, Sport- und Verteidigungswaffen


 

       

Beschusspflicht 

Wer Schusswaffen sowie höchstbeanspruchte Teile
(z.B. Lauf, Verschluss, Griffstück), die ohne Nacharbeit
ausgetauscht werden können, herstellt oder in den
Geltungsbereich des Waffengesetzes verbringt, hat sie,
bevor er sie in den Verkehr bringt, durch Beschuss
amtlich prüfen zu lassen. Wer an einer Schusswaffe
ein höchstbeanspruchtes Teil austauscht, verändert
oder instand setzt, hat den Gegenstand erneut durch
Beschuss amtlich prüfen zu lassen.

Feuerwaffen, Böller und höchstbeanspruchte Teile, die der Beschusspflicht unterliegen, dürfen anderen nur überlassen oder zum Schießen nur verwendet werden, wenn sie das amtliche Beschusszeichen tragen.

Schusswaffen von Jägern, Sport- oder Brauchtumsschützen, welche vorübergehend in den Geltungsbereich des Beschussgesetzes verbracht oder mitgenommen werden, unterliegen nicht der Beschusspflicht.

   
   

  Beschussprüfung

Bei dem Beschuss von Schusswaffen ist zu prüfen, ob
die höchstbeanspruchten Teile der Schusswaffe der
Beanspruchung standhalten, der sie bei der Verwen-
dung der zugelassenen Munition ausgesetzt werden (Haltbarkeit).
Weitere Prüfungen sind die der
- Kennzeichnung nach §24 Waffengesetz
- Funktionssicherheit
- Maßhaltigkeit
     
     

 

 

 

 

  Prüfzeichen

Schusswaffen und deren höchstbeanspruchte Teile 
sind mit dem amtlichen Beschusszeichen zu versehen,
wenn sie mindestens weißfertig sind und die Beschuss-
prüfung keine Beanstandung ergeben hat.
Andernfalls sind sie mit dem amtlichen Rückgabezeichen
zu versehen.






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